{"id":256,"date":"2017-03-29T14:33:39","date_gmt":"2017-03-29T12:33:39","guid":{"rendered":"http:\/\/arztpraxisigel.de\/igel\/?page_id=256"},"modified":"2017-11-21T14:36:47","modified_gmt":"2017-11-21T13:36:47","slug":"medikamentoese-schmerztherapie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/arztpraxisigel.de\/igel\/therapien\/medikamentoese-schmerztherapie\/","title":{"rendered":"Medikament\u00f6se Schmerztherapie"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/arztpraxisigel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/med_schmerztherapie.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"418\" class=\"alignleft size-full wp-image-442\" srcset=\"https:\/\/arztpraxisigel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/med_schmerztherapie.jpg 625w, https:\/\/arztpraxisigel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/med_schmerztherapie-300x201.jpg 300w, https:\/\/arztpraxisigel.de\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/med_schmerztherapie-624x417.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/p>\n<h2>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nMedikament\u00f6se Schmerztherapie<br \/>\n<\/h2>\n<p>Ein wichtiger Pfeiler in der Behandlung chronischer Schmerzerkrankungen ist die Einstellung auf Schmerzmedikamente. Wenn ein Mensch lange Zeit an Schmerzen leidet, ver\u00e4ndert sich sein schmerzleitendes Nervensystem. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer konsequenten Schmerzmedikation.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nDie medikament\u00f6se Schmerztherapie ist immer eingebunden in ein Gesamtbehandlungskonzept. Sie steht oft am Anfang eines Therapieprogrammes. Das Ziel der Schmerzbehandlung ist es, dem Patienten f\u00fcr die Zukunft Mittel und Wege zur Selbsthilfe in die Hand zu geben. Bewegungstherapien und auch die Wiederaufnahme von sportlicher Bet\u00e4tigung bilden den zentralen Kern des Therapieplanes. Mit Schmerzen unter Belastungen l\u00e4sst sich eine Aktivierung des Patienten nicht erm\u00f6glichen. Entscheidet man sich f\u00fcr eine Schmerzmedikation, gibt es wichtige Regeln, welche die Behandlung chronischer Schmerzen von einer Akutschmerzbehandlung abgrenzen. Dar\u00fcber wird in einem ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4ch in der Schmerzsprechstunde beraten.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nJedes zentral wirksame Schmerzmittel hat Nebenwirkungen, die zu Beginn der Behandlung normal sind. So k\u00f6nnen \u00dcbelkeit, Benommenheit und Schwindel auftreten. Diese kann man zu Beginn der Therapie mit einem weiteren Medikament behandeln. Da es sich nur um eine vor\u00fcbergehende Situation handelt, ist auch die Gabe der Begleitmedikamente zeitlich begrenzt. Eine Verstopfung tritt fast immer auf, diese bedarf allerdings einer st\u00e4ndigen Behandlung mit abf\u00fchrenden Mitteln.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nBei der Einstellung auf eine gut wirksame Schmerzmedikation bedient man sich eines Stufenschemas, das in den 1970er Jahren von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) f\u00fcr die Behandlung von Schmerzen bei Krebserkrankungen entwickelt wurde. In den letzten Jahren wurde diese Schema f\u00fcr Schmerzen aller Art erweitert. Dabei wird zwischen leichten, mittelschweren und starken Schmerzen unterschieden. Darauf baut auch das 3-stufige Schmerzmedikationsschema auf.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nStufe 1: Leichte Schmerzen werden mit peripher wirksamen Mitteln behandelt. Dazu geh\u00f6ren die bekannten Rheumamittel wie Ibuprofen, Diclofenac, Metamizol, Paracetamol. Da diese eine Reihe von Nebenwirkungen haben, k\u00f6nnen sie auch nur zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Nebenwirkungen sind haupts\u00e4chlich Magenschleimhautentz\u00fcndungen bis zu Geschw\u00fcren, Blutgerinnungsst\u00f6rungen und allergische Reaktionen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nStufe 2: Mittelstarke Schmerzen werden mit leichteren Opioden behandelt. Das sind z.B. Tramal oder Tillidin. Es handelt sich hierbei schon um zentral wirksame Medikamente, die Nebenwirkungen wie z. B. \u00dcbelkeit, Schwindel, M\u00fcdigkeit und Benommenheit hervorrufen. Diese sind nur vor\u00fcbergehend und k\u00f6nnen ganz verschwinden. Wenn der Patient aber nicht darauf vorbereitet ist, kann es ihn verunsichern und ver\u00e4ngstigen. Eine Aufkl\u00e4rung diesbez\u00fcglich ist also notwendig.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nStufe 3: Starke Schmerzen m\u00fcssen dann mit starken Opioden behandelt werden. Der bekannteste Vertreter ist das Morphin. In der Zwischenzeit sind auch andere Wirkstoffe entwickelt worden, z.B. Oxycodon, Fentanyl, Hydromorphon u.a. Diese sind teilweise auch als Schmerzpflaster anzuwenden. Die Nebenwirkungen sind \u00e4hnlich wie bei Stufe-2-Medikamenten.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\nZentral wirksame Medikamente haben im Gegensatz zu den peripher wirkenden Medikamenten kaum organsch\u00e4digende Nebenwirkungen. Oft wird aber gegen den Einsatz dieser wichtigen Medikamente argumentiert, sie w\u00fcrden abh\u00e4ngig machen oder seien Gift f\u00fcr den K\u00f6rper. Patienten sind dann oft verunsichert. In einem vertrauensvollen Gespr\u00e4ch zwischen Arzt und Patient (auch mit Angeh\u00f6rigen) k\u00f6nnen diese Einw\u00e4nde besprochen und relativiert werden. Der sachgem\u00e4\u00dfe Umgang mit diesen Medikamenten sch\u00fctzt vor Abh\u00e4ngigkeit und anderweitigen ungew\u00fcnschten Zwischenf\u00e4llen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Medikament\u00f6se Schmerztherapie Ein wichtiger Pfeiler in der Behandlung chronischer Schmerzerkrankungen ist die Einstellung auf Schmerzmedikamente. Wenn ein Mensch lange Zeit an Schmerzen leidet, ver\u00e4ndert sich sein schmerzleitendes Nervensystem. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer konsequenten Schmerzmedikation. &nbsp; Die medikament\u00f6se Schmerztherapie ist immer eingebunden in ein Gesamtbehandlungskonzept. Sie steht oft am Anfang eines Therapieprogrammes. 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